Jimmy JV51 im Test: Beutelloser Staubsauger für 160 Euro - Seite 2

Modell wird in Asien über Xiaomis Plattform Youpi angeboten

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Ausstattung und Verarbeitung

Der Jimmy JV51 nutzt ein eher unauffälliges Design mit viel grauem Plastik, das durch rote Akzente aufgelockert wird. Ein Hingucker ist dieses Gerät sicherlich nicht, doch wer von seinem Staubsauger optischen Hochgenuss erwartet, hat vielleicht auch etwas zu hohe Ansprüche. Allerdings könnte die Verarbeitung teilweise etwas besser sein. Hier merkt man dann, wo im direkten Vergleich mit teureren Konkurrenzmodellen, welche offiziell in Europa zu haben sind, Kompromisse eingegangen wurden.

So wirkt das Plastik nicht besonders robust und die Bedientasten haben zu viel Spiel. Zudem sind die verschiedenen Aufsätze etwas klapperig. Auf die Langlebigkeit sollte man sich nur verlassen, wenn man mit jenen einigermaßen pfleglich beim Saugen umgeht. An der Haupteinheit im Griff sitzen dabei der Motor, der austauschbare Akku und auch der abnehm- und auswaschbare Behälter für den Staub. Auch wenn die Tasten dabei besser verarbeitet sein könnten, so sind sie ergonomisch doch gut zu erreichen, wenn man die Einheit festhält.

Der verbaute Motor kommt übrigens auf bis zu 100.000 Umdrehungen pro Minute und erreicht eine effektive Saugleistung von 115 Watt bzw. eine Saugkraft von 17.000 pa. Den Akku kann man herausnehmen – auch zum Aufladen. Zu beanstanden ist, dass der Hersteller auf einen eigenen Steckertyp setzt, so dass das Netzteil nicht einfach austauschbar ist. Unserem Testmuster lag zudem kein EU-Netzteil bei, so dass wir uns mit einem Adapter behelfen mussten.

Schade ist auch, dass kein Ersatzfilter beiliegt. Hier wird man sich als Käufer dann bei asiatischen Händlern umsehen müssen. Dabei filtert man dreifach durch ein grobes Metallsieb, einen Luft- und einen HEPA-Filter, was Allergikern entgegen kommen sollte.
Praktisch: Man kann alle Aufsätze des Saugers wahlweise mit oder ohne das Verlängerungsrohr aus Metall verwenden. Die größte Hauptbürste setzt vorne auf eine weiche Walze, was empfindlichen Böden sehr entgegen kommen sollte. Allerdings eignet sich die Hauptbürste dadurch deutlich besser für Laminat, Parkett, Kacheln und Dielenböden als für Teppiche.

André Westphal

Redakteur

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