Jimmy JV51 im Test: Beutelloser Staubsauger für 160 Euro - Seite 3

Modell wird in Asien über Xiaomis Plattform Youpi angeboten

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Der Jimmy JV51 in der Praxis

Der Jimmy V51 wirkt auf den ersten Blick mit seinen unterschiedlichen Aufsätzen wie ein kompliziertes Baukastensystem, aber meistens dürfte man entweder die große Hauptwalze für den Fußboden oder die kleinere Variante für Möbel wie Sofas oder Betten einsetzen. Die anderen beiden Aufsätze eignen sich, will man etwa Ecken in der Küche oder ein Auto aussaugen. Das Anstecken der Aufsätze geht schnell von der Hand und mit einem „Klack“ rasten sie sicher ein. Über den Druck der roten Punkte an den Aufsätzen kann man sie wieder entfernen.

Den Staubehälter zu entfernen, ist ebenfalls keine große Sache: Man drückt hier die rote Fläche am Ansatz, dreht den Behälter leicht gegen den Uhrzeigersinn in Richtung der Entsperr-Markierung und schon lässt er sich abnehmen. Leeren sollte man den Behälter aber möglichst nur draußen, denn er öffnet sich schon mit einem gewissen Ruck. Wer also nicht direkt nochmal saugen möchte, erledigt das besser vor der Haustür.

Leider könnte die Saugkraft des Jimmy JV51 gut und gerne etwas höher sein. Das merkt man, wenn man beispielsweise Haare von Polstermöbeln mit der kleineren Walze absaugen möchte. Da muss man dann schon einige Male hinüberfahren. Besser ist da, dann doch bei der großen Walze zu bleiben. Auf Teppichen zeigt sich jedoch mit der großen Hauptwalze ein ähnliches Problem. Wer also in einer Wohnung mit Teppichboden lebt, sollte sich den Kauf dieses Modells sehr gründlich überlegen. Hier sind andere Staubsauger mit geeigneteren Aufsätzen und mehr Saugkraft vermutlich eine bessere Anschaffung.

Auf harten Böden macht sich der Jimmy JV51 dann aber deutlich besser. Hier kann der Staubsauger seine Stärken ausspielen und liefert ein wirklich gutes Ergebnis. Keine Illusionen sollte man sich wiederum zur Lautstärke machen: Jene ist alles andere als gering – speziell dann, wenn man den stärkeren von zwei unterschiedlichen Modi aktiviert. Das geschieht im übrigens ganz fix über eine Taste an der Rückseite der Haupteinheit. Nutzt man den stärkeren Modus, verkürzt sich die Akkulaufzeit aber drastisch und liegt nur noch bei ca. 10 Minuten, wenn man eine der Walzen verwendet. Das wird dann also ein kurzer Spaß.

Auch so variiert die Akkulaufzeit zwischen ca. 25 bis 45 Minuten, je nachdem ob man die beiden elektrischen Walzen oder die deutlich simpleren Bürstenaufsätze nutzt. Deswegen sollte man abwägen, ob dieser Sauger wirklich etwas für den täglichen Gebrauch ist. Wer Haustiere besitzt und täglich saugen muss, sollte wohl immer noch zu einem Modell greifen, das mit Netzstrom betrieben werden kann. Sonst dürfte sich angesichts der langen Aufladezeit rasch Frust einstellen.

Insgesamt liefert der Jimmy JV51, vorausgesetzt er kommt auf harte Böden zum Einsatz, ein sehr gutes Ergebnis. Auch Möbel saugt er gut ab, allerdings bringt die kleine Walze hier zwar etwas mehr Flexibilität, mit der großen Variante ist man aber schneller durch.

André Westphal

Redakteur

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