Xiaomi Mi Band 4 im Test: Eintrittskarte in die Welt der Fitness - Seite 2

Günstiges Wearable bringt nun einen farbigen AMOLED-Bildschirm mit

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Ausstattung & Verarbeitung

Das Xiaomi Mi Band 4 ist zwar ein im Hinblick auf die Features günstiges Fitness-Armband, wirkt aber weder in Design noch Verarbeitung „billig“. Stattdessen ist das kleine Accessoire sehr dezent gestaltet worden.

Allerdings ist der Rahmen um den kleinen Screen noch relativ groß, so dass hier sicherlich Potential vorhanden ist, entweder den Bildschirm bei identischen Gehäusemaßen weiter zu vergrößern oder aber die Einheit etwas zu verkleinern.

Das Silikonarmband des Mi Band 4 ist natürlich weiterhin austauschbar. Wie bei den Vorgängermodellen soll es eine ganze Bandbreite an Alternativen sowohl von Xiaomi selbst als auch von etlichen anderen Anbietern geben. Da sollten Käufer also nach Herzenslust nach Optionen stöbern können. Die Standardvariante hält aber gut und sitzt angenehm am Handgelenk.

Unter dem AMOLED-Bildschirm sitzt ein runter Touch-Button, welcher das Display bei Bedarf aktiviert. Durch die Oberfläche navigiert man dann über den Touschreen. Ein Wischen nach rechts oder links ruft etwa die Musik-Wiedergabesteuerung auf, während ein Wischen nach oben oder unten durch die unterschiedlichen Menüs führt. Aktuell beherrscht das Xiaomi Mi Band 4 aber nur die Sprachen Englisch und Chinesisch. Selbst für Menschen mit geringen Englischkenntnissen sollte aber alles intuitiv zu verstehen sein.

An der Unterseite des Xiaomi Mi Band 4 sitzt der optische Pulsmesser, der erneut nur punktuell und nicht kontinuierlich misst. Im Testzeitraum haben wir beim Sport parallel mit dem Mi Band 4 und den Kopfhörern Jabra Elite Sport den Herzschlag gemessen und die Ergebnisse lagen extrem nahe beieinander. Daraus kann man nicht zwangsläufig schlussfolgern, dass beide Gadgets genau sind, schließlich könnten sie auch sozusagen gemeinsam daneben liegen. Allerdings erschienen uns die ausgewiesenen Ergebnisse realistisch. Natürlich liefert das Xiaomi Mi Band 4 aber keine medizinisch genauen Werte.

Die Helligkeit des AMOLED-Bildschirms lässt sich justieren und über einen Nachtmodus auf Wunsch auch abends automatisch absenken. Für die Konfiguration benötigt man die offizielle App „Mi Fit“, die im Grunde unverzichtbar für Besitzer eines Mi Band 4 ist. Denn über sie nimmt man auch Firmware-Updates vor. Das Mi Band 4 lässt sich dort auch als Smart-Lock-Gerät einrichten, um auf Wunsch das Smartphone zu entsperren.

Das Xiaomi Mi Band 4 verfügt zudem über einen Vibrationsmotor, der euch auf Benachrichtigungen aufmerksam machen kann. Außerdem lässt sich in Mi Fit einrichten, dass euch das Armband Aktivitätserinnerungen sendet. Sitzt ihr also zu lange untätig herum, ermahnt euch das Wearable, doch mal ein oder zwei Schritte zu tun. Zudem lässt sich einstellen, dass das Armband automatisch erkennt, wenn ihr den Arm hebt. Dann leuchtet das AMOLED-Display kurz auf, damit ihr die Uhrzeit und Co. Ablesen könnt. Feine Sache, weil man sich dann das Drücken des Touch-Buttons spart.

André Westphal

Redakteur

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