Xiaomi Mi Band 4 im Test: Eintrittskarte in die Welt der Fitness - Seite 3

Günstiges Wearable bringt nun einen farbigen AMOLED-Bildschirm mit

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Sport & Schlaf mit dem Mi Band 4

Wer mit dem Xiaomi Mi Band 4 aktiv sein möchte, kommt um die offizielle App Mi Fit, wie bereits erwähnt, nicht drumherum. Es gibt aber auch inoffizielle Anwendungen, welche den Umfang der Features teilweise erweitern. Als Beispiele seien die Mi Band Tools und Mi Band Master genannt.

Wir beschränken uns in unserem Test aber auf die offiziellen Funktionen des Mi Band 4 in Kombination mit der Mi Fit App.

So lässt euch die App die Bildschirmeinstellungen optimieren, indem etwa für das Zifferblatt unterschiedliche Designs anwendbar sind. In der App stehen 45 verschiedene Zifferblätter zur Verfügung, die auch noch erweitert werden sollen. Von verspielten Anime-Designs bis hin zu schlichten Ansichten ist alles dabei.

Auch ist es möglich anzupassen, welche Menüpunkte das Xiaomi Mi Band 4 anbieten soll. Wer etwa ohnehin keine Benachrichtigungen am Armband erhalten möchte, kann jenen Punkt komplett ausblenden.

Ein wichtiger Punkt sind die Workouts: Outdoor- und Indoor-Running, Radfahren, Walking, Gewichtheben und Schwimmen erkennt das Mi Band 4. Allerdings muss das Training manuell angestoßen werden. Automatisch aktiviert sich das Tracking also nicht.

Auch über eigenes GPS verfügt das Mi Band 4 leider nicht. Wer also eine Laufstrecke gut abpassen möchte, sollte sein Smartphone im Gepäck haben. Somit ersetzt Xiaomis Gadget gehobene Alternativen mit automatischen Workout-Tracking und GPS auf keinen Fall. Das hängt aber eben auch vom eigenen Anspruch ab. Ein größerer Minuspunkt ist die Lesbarkeit des Displays bei direkter Sonneneinstrahlung.

So gibt Xiaomi zwar an, dass sich die Lesbarkeit bei Sonnenlicht stark verbessert habe, denn jenes wurde bei den Vorgängermodellen immer wieder kritisiert. Bei knallender Sonne erkennt man den Bildschirm aber weiterhin nur mit Ach und Krach. Das mussten wir beim Joggen feststellen, denn nur im Schatten konnten wir die Werte wirklich deutlich ablesen.

Positiv fallen uns Schrittzähler und Herzfrequenzmessung auf: Der Puls passt nach unserem Eindruck absolut, was eben auch die Vergleiche mit den Werten eines Jabra Elite Sport zeigen.
Viele Fitness-Armbänder zählen die Schritte ungenau und erfassen z.B. Phantomschritte, wenn man einfach nur den Arm bewegt. Dieses Problem vermeidet das Mi Band 4 unseren Erfahrungen nach und ist als Schrittzähler stattdessen überaus genau.

Auch die angegebene Akkulaufzeit von 20 Tagen kommt hin bzw. wirkt sogar eher tief gestapelt. Nach 4 Tagen Nutzung lagen wir z.B. immer noch bei 86 % Akkuladung. Jedoch sollte man anmerken, dass die Erfahrungen hier je nach Nutzer natürlich sehr unterschiedlich ausfallen können. Wer viel auf den Bildschirm blickt, Benachrichtigungen für viele Apps nutzt und regelmäßig den Puls misst, wird das Mi Band 4 natürlich schneller aufladen müssen als jemand, der es vorwiegend für die Uhrzeit, das Wetter und hin und wieder einen Workout nutzt.

Welche Apps Benachrichtigungen an das Mi Band 4 schicken dürfen, das beim Eingang entsprechend vibriert und den Text anzeigt, stellt ihr selbst in Mi Fit ein. Schade ist, dass Sonderzeichen und Emojis falsch verarbeitet werden und als Fragezeichen erscheinen.

Bliebe noch das Schlaf-Tracking zu erwähnen, welches auch an den Vorgängermodellen bereits funktionierte. Hier erhält man Aufschluss über die Dauer des Schlafes, die Tiefschlafphasen und auch mögliches Wachliegen. Mi Fit gibt auf Basis der Daten Tipps zur Verbesserung der Schlafqualität. Wir sollen etwa laut der App früher ins Bett gehen und unseren Stresspegel reduzieren, um längere Tiefschlafphasen zu erreichen.

André Westphal

Redakteur

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