Intel „Comet Lake“ bleibt bei PCI Express 3.0

PCIe 4.0 zwar möglich, aber offiziell nicht unterstützt weil unzuverlässig

Nach Aussagen diverser Quellen werden viele kommende LGA1200-Mainboards für Intel „Comet Lake“ CPUs zwar PCI Express 4.0 erlauben, aber Intel wird diesen Standard nicht offiziell unterstützen. Aufgrund von Signalschwankungen beim Z490 Chipsatz könne Intel keine stabile Datenübertragung garantieren, so dass man die ursprünglich geplante Unterstützung von PCIe 4.0 gestrichen habe.

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Die kommenden Intel „Comet Lake-S“ Desktop-Prozessoren werden immer noch in 14-Nanometer-Technologie gefertigt und sind die Nachfolger der aktuellen „Coffee Lake“ Generation auf Basis der ‚Skylake‘ Mikroarchitektur. Sie werden mit bis zu zehn Kernen plus Hyper-Threading sowie für den neuen LGA1200 Sockel kommen und kämpften zuletzt angeblich noch mit sehr hohem Stromverbrauch. Zusammen mit den Problemen mit dem Z490 Chipsatz und PCI Express 4.0 hat dies dazu geführt, dass die eigentlich für Anfang diesen Jahres geplante Einführung der „Comet Lake-S“ CPUs auf April verschoben wurde. Die immer noch nicht ausreichende Lieferbarkeit viele CPUs von Intel dürfte bei der Verschiebung ebenfalls eine Rolle gespielt haben.

Die Spezifikationen von PCI Express 4.0 wurden bereits im Herbst 2017 verabschiedet und AMD unterstützt diesen Standard seit Mitte letzten Jahres mit den Ryzen 3000 CPUs sowie den X570 Mainboards. Durch die hohen Geschwindigkeiten der Datenübertragung bei PCIe 4.0 ist eine stabile Stromversorgung notwendig, um Datenverluste zu vermeiden. Die Signalstabilität kann Intel zum aktuellen Zeitpunkt mit dem Z490 Chipsatz aber nicht garantierten, so dass man auf die offizielle Unterstützung von PCIe 4.0 verzichtet.

Quelle: Tom's Hardware

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

2 Antworten

  1. Stephan sagt:

    Ohhhhh wenn das AMD passiert wäre, dann hieß es wieder sie können nichts usw.
    Bei Intel scheint das wohl normal zu sein.

  2. Hans sagt:

    Genau so ist es!

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