Intel Xe mit 768 Shader-Einheiten aufgetaucht

Neuer Grafikkarten-Prototyp mit 3 GByte bei SiSoft Sandra gelistet

Intel hatte Anfang diesen Jahres seine erste Grafikkarte auf Basis der Xe Architektur demonstriert und nun ist ein solches Exemplar in der Online-Datenbank von SiSoft Sandra aufgetaucht. Diese „Intel DG1“ Grafikkarte scheint aufgrund der höheren Taktraten eine etwas aufgebohrte Version zu sein, aber kommt auch nur relativ bescheidenen Spezifikationen.

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Die auf der CES in Las Vegas Anfang diesen Jahres in Aktion gezeigte „Intel DG1-SDV“ war lediglich ein frühes, lauffähiges Muster, das Software-Entwicklern zur Verfügung gestellt wurde, um die Technologie zu zeigen und damit diese ihre Programme und Spiele schon darauf optimieren können. So war der GPU-Takt offenbar auf nur 900 MHz begrenzt.

Die bei SiSoft Sandra gelistete Intel DG1 (Discrete Graphics 1) taktet dagegen mit 1500 MHz und verfügt über 3 GByte nicht erkannten Speicher – vermutlich GDDR6 – und 96 Execution-Units, was auf 768 Shader-Einheiten hinausläuft.

Bereits eine Radeon HD 5770 aus dem Jahre 2010 oder eine GeForce GTX 660 von 2012 hatten mehr Shader-Einheiten und auch 3 GByte Grafikspeicher sind heutzutage schon fast zu wenig, so dass es sich hier wohl wieder um einen Notebook-Chip oder eine integrierte Grafikeinheit in Form einer Grafikkarte handeln dürfte.

Nach bisherigen Informationen will Intel schon Mitte diesen Jahres seine ersten Intel Xe Grafikkarten auf den Markt bringen, allerdings erstmal nur für Rechenzentren. Wann man mit ersten Intel Xe Gaming-Grafikkarten mit Unterstützung für Raytracing rechnen darf, ist weiterhin offen.

Quelle: SiSoft Sandra

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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