USB-Soundkarten von Creative & EPOS im Test - Seite 5

3 USB-Lösungen für verschiedene Bedürfnisse von 120 bis 230 Euro

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Praxis

Getestet haben wir die drei externen USB-Soundkarten mit dem Sennheiser Kopfhörer HD598, welcher eine Impedanz von 50 Ohm aufweist. Positiv ist, dass keines der Geräte mit diesen Kopfhörern schlecht klingt – im Gegenteil. Blind könnte ich keinen Unterschied heraus hören.

Was man aber bei unserem GSX 1000 Sample gut hört, ist das hoch- und runterfahren des Computers – in beiden Fällen gibt es ein Popp-Geräusch in den Lautsprechern (Alle Kombinationen aus ASUS ROG Strix X570-E bzw. ASUS Zenbook und Edifier R1700BT bzw. Denon PMA-720AE). Die beiden Creative Soundkarten haben dieses Problem nicht. Laut EPOS tritt dies bei ihren Test-Setups jedoch nicht auf und wir scheinen ein Einzelfall zu sein.

Ansonsten klingen die drei Kandidaten auch am Lautsprecher ebenfalls nicht unterschiedlich. Störungen in Abhängigkeit der Last auf dem PC oder ähnliches waren nicht auszumachen.

Letztlich sind sie auch bei der virtuellen Darstellung des 7.1 Sounds scheinbar mit sehr ähnlichen Algorithmen unterwegs, die zwar je nach Gerät und Einstellungen verschieden klingen, aber keine so gute Ortbarkeit ermöglichen, wie dies bei der ASUS Essence STX II der Fall war. Es fühlt sich in Spielen realistischer und offener an als reiner Stereo-Sound, aber eine präzise Ortung ist unserer Meinung nach nicht möglich.

Möchte man die Soundkarten auch am Smartphone nutzen, so war dies in unserem Test mit dem GSX 1000 und dem G6 möglich. Der X3 hat den Dienst am Samsung Galaxy S9+ mit Android 10 verweigert. Der GSX 1000 konnte allerdings nicht über sein Display bedient werde. Beim G6 funktionierte zumindest die Lautstärkereglung, dafür spielte er deutlich leiser als am PC.

Fazit

Im Test haben alle drei Geräte gut funktioniert und würden mich im Alltag grundsätzlich überzeugen. Je nach dem Hauptanwendungszweck brilliert aber jeweils eines der Geräte.

Sound Blaster X3
Der X3 ist am ehesten eine klassische Soundkarte, die aber über USB betrieben wird. Der eingebaute Kopfhörerverstärker ist Kopfhörern im unteren dreistelligen Euro-Bereich absolut gewachsen. Dazu kann man analog direkt ein 7.1 Soundsystem anschließen, die Umschaltung auf den Kopfhörer ist per Knopfdruck ohne Software möglich. Aus unserer Sicht die ideale stationäre Lösung, wenn zusätzliche Software eingesetzt werden kann. S-XFI liefert zudem eine schöne Zusatzfunktion, die sicherlich einigen Hörern gefallen dürfte.

Positiv
+ sehr standfest
+ 7.1 Anschlüsse
+ Die meisten Funktionen sind ohne Software nutzbar

Neutral
o S-XFI ermöglicht einen sehr intensiven Klang, ist aber nicht wirklich realistischer

Negativ
– groß und schwer

Sound BlasterX G6
Der G6 ist noch mehr als der X3 auf die Creative-Bediensoftware angewiesen, dafür aber sehr kompakt und leicht und somit ideal für unterwegs. Nutzt man ausschließlich den Kopfhörer oder Stereo-Lautsprecher (bzw. einen externen Verstärker mittels optischem Anschluss), kann der G6 auch auf dem Schreibtisch eine sehr gute Figur machen. Die fehlende Möglichkeit der Umschaltung zwischen Kopfhörer und Lautsprecher sowie der weniger feste Stand auf dem Schreibtisch sind hier als Nachteil festzuhalten.

Positiv
+ klein und leicht
+ sehr wertig

Neutral
o rutscht etwas auf dem Schreibtisch

Negativ
– Software ist für die Bedienung sehr wichtig

EPOS | Sennheiser GSX 1000
Der GSX 1000 liegt irgendwo in der Mitte zwischen den beiden Creative Modellen, nur beim Preis mit Abstand am teuersten. Man kann nur Stereo-Lautsprecher betreiben, eine Bedien-Software gibt es nicht. Uns gefällt, dass alle Anschlüsse an der Rückseite sind und das Bedienkonzept über das Display ist eine Freude. Dass bei unserem Test-System ein Popp-Geräusch der angeschlossenen Lautsprecher beim Hoch- und Runterfahren auftritt, ist dagegen ein klarer Minus-Punkt. Klanglich gibt es aber auch hier nichts auszusetzen.

Positiv
+ vollständige Bedienung ohne Software
+ alle Anschlüsse auf der Rückseite
+ guter Kompromiss was die Größe auf dem Schreibtisch angeht

Neutral
o kein Line-In

Negativ
– keine individuelle Konfiguration vom EQ möglich
– Popp-Geräusche im Lautsprecher beim Hoch- und Runterfahren am Testsystem

Marc Kaiser

Redakteur

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