Droht eine Preiserhöhung für die Nintendo Switch 2?

Spielkonsole könnte wegen Zöllen und Speicherkrise 2026 teurer werden

Die Marktforschungsfirma Niko Partners warnt in ihrem aktuellen Forecast-Report für 2026 vor steigenden Preisen bei der seit Juni 2025 erhältlichen Nintendo Switch 2 und sendet damit indirekt ein klares Signal an Konsumenten: Wer über einen Kauf nachdenkt, sollte nicht zu lange warten. Laut der Analyse steht die derzeitige Preisstruktur der Konsole unter erheblichem Druck, sodass eine Preiserhöhung mittelfristig wahrscheinlich ist.

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Konkret geht Niko Partners davon aus, dass Nintendo das aktuell angebotene Basismodell zum Preis von 470 Euro einstellen könnte. Stattdessen könnten künftig nur noch Bundle-Varianten mit einem Einstiegspreis von 510 Euro oder mehr angeboten werden. Dies entspräche einer effektiven Preiserhöhung von mindestens 40 Euro. Als Gründe nennt die Studie mehrere Faktoren, darunter anhaltende Zollbelastungen, steigende Kosten für Speicherkomponenten sowie eine insgesamt volatile wirtschaftliche Lage. Vergleichbare Entwicklungen waren zuletzt auch bei Sony und Microsoft zu beobachten, die ihre Konsolenpreise nach dem Marktstart erhöht hatten. Vor wenigen Monaten wurde zuletzt berichtet, dass Microsoft die Preise für Xbox Series X|S wegen der Speicherkrise erneut erhöhen könnte.

Schon im Dezember hieß es, dass auch Nintendo mit steigenden Speicherpreisen kämpft, die die Wirtschaftlichkeit der Switch 2 infrage stellen. Demnach verzeichnete der japanische Hersteller einen Kostenanstieg von rund 41 Prozent bei den LPDDR5X-Modulen mit 12 GByte, während sich der Preis für 256 GByte NAND-Flash um etwa 8 Prozent erhöhte. Obwohl Nintendo den Einführungspreis der Switch 2 bislang trotdem stabil hält, zeigen sich zusätzlich Anzeichen für steigende Kosten an anderer Stelle. Zubehörpreise wurden bereits angehoben, was laut Niko Partners darauf hindeutet, dass Zulieferer erhöhte Produktionskosten weiterreichen.

Mainboard der Switch 2

Die Marktforscher kommen zu dem Schluss, dass Nintendo diese Mehrkosten langfristig nicht vollständig selbst tragen kann, ohne die wirtschaftliche Tragfähigkeit der Switch-Plattform zu gefährden. Sollten die Preise für DRAM und NAND-Flash weiter steigen, könnten Preisanpassungen bei der Hardware unausweichlich werden. Die kommenden Wochen dürften zeigen, ob sich diese Prognosen bereits konkret im Markt widerspiegeln – für Verbraucher könnte dies ein entscheidender Zeitpunkt sein, eine Kaufentscheidung zu treffen.

Quelle: Niko Partners

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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