Anthbot Genie 800 Mähroboter im Test - Seite 2

Zuverlässiger Rasenroboter mit RTK-Navigation für ca. 850 Euro

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Anthbot Genie 800 im Detail

Das Gehäuse des Anthbot Genie 800 ist in der für Mähroboter typischen Form gehalten. Bei der Farbwahl setzt der Hersteller auf Grau und Schwarz, was modern und funktional wirkt. Die Verarbeitung hinterlässt insgesamt einen guten Eindruck, Spaltmaße sind gleichmäßig und auch bei der Materialanmutung zeigt sich der Mäher ordentlich verarbeitet.

Bei den Abmessungen liegt der Genie 800 bei rund 63x41x27 Zentimetern. Das Gewicht beträgt 12,5 Kilogramm und fällt damit für diese Geräteklasse noch angenehm moderat aus.

In der Front und an den Seiten sitzen insgesamt vier Kameras. Zwei davon befinden sich vorne, je eine weitere links und rechts. Zusammen mit dem RTK-System ist die sogenannte 3D-Vision-Lösung für Navigation und Hinderniserkennung zuständig. Anthbot setzt hier auf eine Kombination aus Satellitennavigation und kamerabasierter Unterstützung, damit der Mähroboter auch in Bereichen weiterarbeiten kann, in denen das GPS-Signal zeitweise nicht optimal ist. Für die Rückkehr zur Ladestation kommt laut Hersteller zudem eine Kombination aus Kamera-, Infrarot- und elektromagnetischer Navigation zum Einsatz.

Beim Fahrwerk setzt der Hersteller auf zwei große angetriebene Hinterräder und zwei frei bewegliche Vorderräder. Gesteuert wird der Mähroboter dabei über die Hinterachse, wodurch er ähnlich wie ein Panzer oder Rollstuhl über unterschiedlich schnell drehende Räder lenkt. Das funktioniert in der Praxis präzise und sorgt gleichzeitig dafür, dass die Front recht leicht bleibt.

Auf der Oberseite befindet sich der große rote Stopp-Knopf, mit dem der Mähroboter im Notfall sofort abgeschaltet werden kann. Zusätzlich gibt es ein einfach gehaltenes Display und Tasten zur Bedienung direkt am Gerät. Die PIN-Eingabe über dieses Bedienfeld ist zwar möglich, wirkt im Alltag aber etwas umständlich, da die Tasten mehrfach belegt sind und man etwas Geduld mitbringen muss.

Dreht man den Mähroboter um, sieht man einen 20 Zentimeter breiten Mähteller mit fünf Klingen. Die Schnittbreite beträgt 20 Zentimeter. Die Schnitthöhe lässt sich per App zwischen 30 und 70 Millimetern einstellen. Der Mähroboter arbeitet nicht im Zufallsprinzip, sondern fährt in geraden, systematischen Bahnen, was für ein gleichmäßigeres Schnittbild sorgen soll.

Laut Hersteller ist der Anthbot Genie 800 für Grasflächen von 800 m² empfohlen und soll theoretisch sogar bis zu 1500 m² bewältigen können. Die maximale Steigung wird mit 45 Prozent angegeben. Beim Geräuschpegel nennt Anthbot bis zu 58 dB, zudem ist der Mähroboter nach IPX6 gegen Wasser geschützt. Bei der Konnektivität stehen WLAN im 2,4-GHz-Band, Bluetooth und 4G zur Verfügung.

Die Garantie beträgt zwei Jahre auf den Akku und drei Jahre auf den Mähroboter und die Ladestation. Der Preis liegt derzeit bei 850 Euro (Hersteller) bzw. 900 Euro (Amazon).

Tobias Rieder

Arbeitet seit September 2008 als freier Redakteur für Hartware.net. Nebenbei betreibt er seine beiden Blogs Antary und SSDblog.

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