Anthbot Genie 800 Mähroboter im Test - Seite 4

Zuverlässiger Rasenroboter mit RTK-Navigation für ca. 850 Euro

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Software

Beim Start der App erscheint der eingerichtete Anthbot Genie 800 mit den wichtigsten Statusinformationen. Dazu gehören unter anderem der Status des Mähroboters, der Akkustand und der Verbindungsstatus.

Außerdem kann man dort direkt zum Mähroboter springen. Hier wird man mit der Kartenansicht begrüßt. Oben links ist die Größe der Mähfläche eingeblendet, daneben folgt die Mähzeit des letzten Mähvorgangs und rechts ist der aktuelle Akkustand zu sehen.

Des Weiteren kann von hier aus die Karte bearbeitet und die Mäheinstellungen aufgerufen werden. Ebenso kann ein Mähvorgang gestartet werden oder der Roboter zum Aufladen zurückgesendet werden. Wechselt man auf den Reiter „Zonen“, können auch einzelne Zonen zum Mähen ausgewählt werden. Jede Zone hat ihre eigenen Mäheinstellungen. Insgesamt werden bis zu 20 Zonen unterstützt.

Die individuellen Mäheinstellungen für die einzelnen Zonen können unter der Zonenbearbeitung festgelegt werden. Außerdem lassen sich die Zonen dort erstellen, löschen, verschieben oder in der Größe anpassen.

Unter Kantenbearbeitung lässt sich definieren, wie der Rand gemäht werden soll bzw. wie weit der Roboter an bestimmten Stellen über die virtuelle Grenze hinausfahren darf. Hier stehen Randüberlappungen zwischen 5 und 20 Zentimeter zur Auswahl. Bei der Kartenverwaltung lassen sich weitere Dinge erledigen, z.B. Pfade für nicht zusammenhängende Mähzonen definieren oder die Karte erweitern bzw. die Grenze ändern.

Letzteres ist besonders praktisch, denn damit können Grenzen nachträglich angepasst werden, ohne den kompletten Garten neu kartieren zu müssen. Das funktioniert erstaunlich gut und bietet genug Flexibilität auch für verwinkeltere Gärten. Positiv hervorzuheben ist die Möglichkeit eines Karten-Backups.

Die Mäheinstellungen bieten keine Überraschungen. Die Schnitthöhe lässt sich zwischen 30 und 70 mm definieren. Dazu kommt, ob der Rand gemäht werden soll oder nicht. Die Mährichtung kann bei Bedarf angepasst werden.

In den erweiterten Einstellungen lassen sich Zeitpläne erstellen und Mähvorgänge automatisch starten. Hier lassen sich unterschiedliche Rasenflächen regelmäßig zu bestimmten Zeiten mähen.

Auch das Mähverhalten im Bereich der Ladestation lässt sich gesondert konfigurieren. Ebenfalls lässt sich dort der Regenmodus konfigurieren. Sofern dieser aktiviert ist, kehrt der Mähroboter bei Erkennung von Regen automatisch zur Station zurück. Die Wartezeit, bis weiter gemäht wird, lässt sich zwischen einer und fünf Stunden einstellen. Weitere Möglichkeiten sind die Konfiguration der Anti-Diebstahl-Funktion und die Möglichkeit, Zeiten zu definieren, in denen nicht gemäht werden soll. Weitere Funktionen sind die Empfindlichkeit der Hinderniserkennung und ein Diebstahlmodus. Auch ein Reinigungsmodus für das Mähwerk ist vorhanden.

Erwähnenswert ist die gute deutsche Übersetzung. Bei diesem Punkt können sich andere Mähroboterherstellern eine Scheibe von Anthbot abschneiden.

Ganz ohne Kritikpunkte kommt die Software allerdings nicht aus. Die Anzeige des aktuellen Mähfortschritts verzögert teilweise nach, sodass nicht immer sofort erkennbar ist, welche Bereiche bereits bearbeitet wurden.

Verbesserungswürdig ist auch die WLAN-Anbindung. Der Anthbot Genie 800 unterstützt nur 2,4 GHz und kein 5-GHz-WLAN.

Tobias Rieder

Arbeitet seit September 2008 als freier Redakteur für Hartware.net. Nebenbei betreibt er seine beiden Blogs Antary und SSDblog.

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