Anthbot Genie 800 Mähroboter im Test - Seite 3

Zuverlässiger Rasenroboter mit RTK-Navigation für ca. 850 Euro

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Inbetriebnahme

Ein großer Vorteil des Anthbot Genie 800 ist der Verzicht auf ein Begrenzungskabel. Dadurch spart man sich das Verlegen und Eingraben des Drahts, was je nach Grundstück mehrere Stunden Arbeit kosten kann.

Der Aufbau selbst ist schnell erledigt. Ladestation aufstellen, RTK-Antenne montieren, mit Strom versorgen und anschließend die App starten. Die Antenne bezieht ihren Strom direkt über die Ladestation, sodass kein separates Netzteil erforderlich ist.

Wichtig ist allerdings die richtige Platzierung der RTK-Antenne, denn laut Hersteller sollte sie möglichst frei stehen, mindestens drei Meter Abstand zu Hindernissen haben und einen möglichst offenen Bereich zum Himmel bieten, damit die Satellitensignale stabil empfangen werden können. Gerade bei Bäumen, Mauern oder anderen Hindernissen sollte man den Standort zunächst provisorisch testen, bevor alles endgültig fixiert wird.

Im Standardpaket ist die Antenne für die Platzierung am Boden vorgesehen. Durch das Verlängerungskabel kann die Antenne bis zu 10 Meter von der Ladestation entfernt platziert werden. Für eine Montage an der Hauswand wird eine zusätzliche Wandhalterung (nicht enthalten) benötigt.

Die Einrichtung erfolgt über die Anthbot-App. Die App ist für Android und Apple-Systeme verfügbar und lässt sich direkt via Google Play Store bzw. Apple App Store installieren. Beim ersten Start der App ist zunächst eine Registrierung per E-Mail nötig, ein reiner Offline-Betrieb ist also nicht vorgesehen. Anschließend wird der Roboter per Bluetooth gefunden und danach ins heimische WLAN eingebunden.

Kurz darauf erscheint ein Hinweis, dass ein Firmware-Update für den Mähroboter verfügbar ist. Das Update war in ein paar Minuten erledigt.

Vor dem ersten Mähen muss wie bei vielen aktuellen Modellen eine Karte des Gartens erstellt werden. Die automatische Kartierung eignet sich dabei vor allem für Gärten mit klar erkennbaren Rasengrenzen, während bei komplexeren Grundstücken oder unklaren Übergängen die manuelle Kartierung in der Regel die präziseren Ergebnisse liefert. Positiv ist, dass der Genie 800 die Fläche bei passenden Bedingungen selbstständig erkennen und daraus virtuelle Begrenzungen erstellen kann, ohne dass man die komplette Grundstücksgrenze zwingend selbst abfahren muss.

Bei komplexeren Grundstücken empfiehlt sich die manuelle Kartierung. Dabei fährt man die Rasenkante per App selbst ab, was etwas mehr Zeit kostet, dafür aber deutlich präzisere Ergebnisse liefert. Aufgrund des durchaus komplexen Gartens haben wir uns für die manuelle Variante entschieden. Die Kartierung war in weniger als 10 Minuten abgeschlossen.

Tobias Rieder

Arbeitet seit September 2008 als freier Redakteur für Hartware.net. Nebenbei betreibt er seine beiden Blogs Antary und SSDblog.

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