Akluer 480L-B im Test - Seite 3

Walking-Pad fürs Home-Office für 139 Euro

Anzeige

Praxistest

Das Akluer 480L-B ist für maximal 150 kg ausgelegt. Wer mehr auf die Waage bringt, sollte nicht auf das Gerät steigen. Im Vergleich zu anderen Geräten im gleichen Preissegment sind dies allerdings 30 kg mehr.

Für die Bedienung stehen dem Nutzer gleich drei Möglichkeiten zur Verfügung: ein Touch-Bedienfeld direkt am Gerät, Tasten am Handgriff für schnelle Anpassungen während des Trainings sowie eine separate Fernbedienung, die sich seitlich im Gerät verstauen lässt. Während das Bedienfeld am Gerät und die Fernbedienung lediglich Start/Stopp und das Erhöhen und Verringern der Geschwindigkeit erlauben, existieren im Bedienfeld des Handgriffs zwei weitere Tasten. Hier kann die Geschwindigkeit direkt auf 3 oder 6 km/h gesetzt werden.

Beim Start des Walking-Pads zählt ein Countdown herunter, bevor sich das Band in Bewegung setzt. Es startet sanft und erhöht seine Geschwindigkeit dann auf 1 km/h. Die Geschwindigkeit kann in Schritten von 0,5 km/h angepasst werden. Pausiert oder beendet man eine Trainingseinheit, verlangsamt sich das Band sanft, bis es zum Stillstand kommt.

Im Betrieb zeigt das Akluer 480L-B verschiedene Informationen im Display an, die alle paar Sekunden durchwechseln. Neben der Geschwindigkeit werden auch die zurückgelegte Distanz, die Laufzeit und die verbrauchten Kalorien angezeigt. Die Angaben sind aber lediglich grobe Schätzwerte und man sollte sich nicht darauf verlassen.

Der verbaute 2,5-PS-Motor soll laut Hersteller unter 45 Dezibel bleiben, was für ein bürotaugliches, leises Nutzungserlebnis sprechen würde. Die tatsächliche Lautstärke im Alltag ist allerdings stark von der gewählten Geschwindigkeit abhängt. Während der Motor bei 1,5 km/h noch angenehm leise ist, wird er bei 2,5 km/h schon deutlich lauter. Die Lautstärke geht noch in Ordnung, könnte aber für den ein oder anderen bereits als etwas störend empfunden werden. Die Rauschunterdrückung etwa in Microsoft Teams filtert das monotone Surren bei einem Meeting aber ohne Probleme heraus, sodass die anderen Personen nichts davon hören. Ab ca. 5 km/h ist die Lautstärke aber nochmals höher und für ein konzentriertes Arbeiten zu laut.

Die manuelle Steigungsfunktion von 5 Prozent erlaubt es, das Training bei Bedarf intensiver zu gestalten. Wie bereits erwähnt kann dies nicht während des Laufens verändert werden.

Obwohl das Akluer 480L-B mit ausgeklappten Handgriff eine maximale Geschwindigkeit von 12 km/h zulässt, haben wir diese nur kurz getestet. Zum Joggen ist das Gerät eher nicht ausgelegt, denn dafür ist die Lauffläche mit rund 100×41 cm einfach zu klein. Hier muss man gut aufpassen, dass man nicht seitlich abdriftet. Auch bei Nutzern mit größerer Schrittlänge kann es bei höheren Geschwindigkeiten zu Problemen kommen und man muss genau darauf achten, nicht zu weit nach vorne oder nach hinten abzudriften. Davon abgesehen ist das Gerät ab ca. 10 km/h sehr laut und man kann nebenher sowieso nicht mehr sinnvoll arbeiten.

Ein Kritikpunkt ist das fest verbaute Netzkabel, welches mit 1,10 Meter sehr kurz ausfällt. Hier muss in den meisten Haushalten zu einer Verlängerung gegriffen werden. Die Kabellänge reicht nicht aus, um das Kabel an eine unter dem Tisch befestigte Steckdosenleiste einzustecken, sofern der Stehschreibtisch hochgefahren ist.

Der Stromverbrauch variiert je nach Geschwindigkeit und Last. Im Leerlauf benötigt es bei 2,5 km/h rund 60 Watt. Im Laufbetrieb sind es bei 65 kg Körpergewicht und gleicher Geschwindigkeit rund 120 Watt.

Tobias Rieder

Arbeitet seit September 2008 als freier Redakteur für Hartware.net. Nebenbei betreibt er seine beiden Blogs Antary und SSDblog.

Twitter / Facebook

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert