Intel Dual-Core: Von E2160 bis E8600

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Einleitung

Das Ende des LGA775-Sockels steht mit der Einführung des Nehalem Ende des Jahres bereits vor der Tür. Wir werfen noch einmal einen Blick auf bewährte Zweikerner aus dem Hause Intel und sagen euch, wie gut eine 200-Euro-CPU im Vergleich zu einer 50-Euro-CPU abschneidet.


Intel Pentium Dual-Core E5200

Seit dem Erscheinen der ersten LGA775-CPUs gab es viele Evolutionsschritte. Der Herstellungsprozess ist von 130nm auf 45nm geschrumpft. Wir haben gelernt, dass wir über die stark beworbenen MHz-Zahlen keine Aussage über die Leistungsfähigkeit eines Prozessors machen können. Außerdem wird heutzutage mehr Wert auf die Leistungsaufnahme der Komponenten gelegt, anstatt auf die reine Leistung zu schauen. Alles im Sinne der Green-IT. Mit anderen Worten: der Sockel LGA775 hat mit den aktuellen CPUs seine letzte Evolutionsstufe erreicht. Ein Grund für uns, die aktuellen Prozessoren auf den Testparcours zu schicken.

Immer wieder erreichen uns Mails, in denen ähnliche Fragen formuliert werden wie z.B.: „Lohnt es sich, einen Core 2 Duo E8400 zu kaufen und meinen E4300 in Rente zu schicken?“ Jeder Leser sollte am Ende des Artikels in der Lage sein, diese Frage für sich selbst zu beantworten. Unser Schwerpunkt liegt bei Dual-Core-Prozessoren. Quad-Core-CPUs bringen bei Programmen, die für Multi-Threading ausgelegt sind, zwar einen wesentlichen Vorteil. Allerdings sind das meist eher Programme aus dem professionellen Bereich, die für unsere Leser (bisher) kaum eine Rolle spielen. Zudem haben sie tendenziell eine höhere Leistungsaufnahme und lassen sich schlechter übertakten.


Intel Pentium Dual-Core E5200 und E2160

In der Testarena treten folgende Pentium Dual-Core und Intel Core 2 Duo CPUs gegeneinander an:

  • E2160 (65nm, 1800 MHz, FSB 200, 1 MByte L2-Cache)
  • E4300 (65nm, 1800 MHz, FSB 200, 2 MByte L2-Cache)
  • E5200 (45nm, 2500 MHz, FSB 200, 2 MByte L2-Cache)
  • E8600 (45nm, 3333 MHz, FSB 333, 6 MByte L2-Cache)

Hauptunterscheidungsmerkmal ist bei Intel oft einzig und alleine der L2-Cache gepaart mit unterschiedlicher Taktrate auf Basis des Front Side Bus (FSB). Um den Einfluss des schnellen Zwischenspeichers messen zu können, sind im Testparcours einmal auch alle Prozessoren auf 1800 MHz (herunter-) getaktet. Zudem sollte sich durch kleine Detailverbesserungen in der Architektur ein leichter Vorteil für die neueren Prozessoren (Pentium Dual-Core E5200 und Core 2 Duo E8600) ergeben. Preislich gesehen bietet sich dem potentiellen Käufer ein breites Feld an Möglichkeiten an: Im günstigsten Fall kommt man mit 50 Euro für einen Pentium Dual-Core E2160 aus. Den Core 2 Duo E4300 gibt es käuflich kaum noch zu erwerben. Hier sind Gebrauchtpreise von um die 50 Euro die Regel. Der E5200 ist noch neu auf dem Markt und kostet rund 70 Euro. Dafür bekommt man eine CPU mit einem sehr hohen Multiplikator von 12,5, da der FSB bei niedrigen 200 MHz liegt. Diese CPU eignet sich sehr gut für günstige Mainboards, die keinen hohen FSB erlauben. Für einen Preis von ca. 220 Euro bekommt man die am höchsten getaktete Dual-Core-CPU auf dem Markt inklusive einem hohen Übertaktungspotenzial bedingt durch das sehr gute E0-Stepping. Aufgrund der 45nm-Fertigung bleibt der Prozessor zusammen mit dem E5200 recht kühl und hat folgerichtig eine niedrige Leistungsaufnahme. Es kursieren Werte von Übertaktungserfolgen, die weit über 4500 MHz bei Luftkühlung liegen. Wir haben uns mit 4000 MHz zufrieden gegeben, allerdings ohne (!) Anhebung der Standard-Spannung.

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