Kurztest: Sechs Netzteile für 40 bis 105 Euro - Seite 4

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GlacialPower AL650

„No noise, best performance, lowest temperature“ und 80+ versprachen beste Testvoraussetzungen für das GlacialPower AL650. Sollte hier etwa der bislang unbekannte neue Star unter den Ultra-Silent-Netzteilen im Verborgenen schlummern? Die Ernüchterung kam schnell und heftig. War beim Systemstart absolute Ruhe zu vermerken, da der 120mm-Lüfter noch still stand, katapultierte bereits eine kurze Moorhuhn-Piraten-Attacke das Netzteil aus der Ultra-Silent-Liga. Innerhalb kürzester Zeit föhnte das Netzteil kontinuierlich vor sich hin und machte alle Geräuschwünsche zunichte. Selbst im Leerlaufbetrieb wollte sich das Netzteil nicht mehr beruhigen und nervte das Gehör nachhaltig mit hohen Lüfterdrehzahlen.

Auch bei der „best performance“ hinterließ das GlacialPower AL650 einen ernüchternden Eindruck. Die 12V-Schiene wies minimal 11,85 Volt aus, was im gesamten Testfeld den letzten Rang ergab. Zwar ist das noch ATX-konform, allerdings sollten 12 Volt schon konstant möglich sein. Die Kühlung war angesichts des hochdrehenden Lüfters sehr gut, aber das ist bei jedem Netzteil machbar unter Verwendung eines entsprechenden Lüfters. Verarbeitung, Ausstattung (2x PCI-Express 6+2-Pin, 6x S-ATA) gaben keinen Anlass zur Kritik. Verpackungsversprechen geben und diese dann nicht halten, das schafft weder Vertrauen noch Kundenbindung. Der günstige Preis von ca. 60 Euro stimmt zwar etwas versöhnlich, aber dafür gibt es auch andere Kandidaten mit nicht minderen Merkmalen.

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