ASUS V8200 Deluxe - Seite 8

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3D-Shutterbrille VR100G

Um sich von der Masse der GeForce3-Grafikkarten abzuheben, legt ASUS der V8200 Deluxe die hauseigene VR100G 3D-Brille bei. Das Prinzip der Brille beruht darauf, dass man das Monitorbild von zwei nah beieinanderliegenden Punkten sehen muss, um einen 3D-Effekt zu erzielen. Der Augenabstand reicht dazu schon aus. Die 3D-Brille hat nichts anderes zu tun, als das Monitorbild abwechselnd für ein Auge zu verdecken. Damit kein Flimmern auftritt, muss dies jedoch min. 60 Mal in der Sekunde für jedes Auge passieren, und da fangen die Probleme schon an. Der Monitor muss nämlich mindestens eine Frequenz von 120Hz in der gewünschten Auflösung bieten, und das tun die wenigstens Monitore. Das ist aber noch nicht ASUS‘ Verschulden. Viel schlimmer wiegen die Mängel an der Brille selbst.


Links ASUS VR100G, rechts ELSA 3D Revelator IR
Links ASUS VR100G, rechts ELSA 3D Revelator IR

Die VR100G konnte mit der kabellosen Version der ELSA 3D Revelator-Brille verglichen werden. Und da fällt schon beim ersten Aufsetzen der VR100G deren hohes Gewicht auf. Die Brille, aus massivem Plastik gefertigt, ist mehr als doppelt so schwer wie die 3D Revelator. Dabei muss letztere jedoch noch 2 Batterien tragen, während die Brille von ASUS per Kabel angeschlossen und damit vom PC mit Strom versorgt wird. Das hohe Gewicht wirkt sich sehr negativ auf den Tragekomfort aus. Das Gerät liegt schlicht und einfach zu schwer auf dem Nasenrücken auf. Schon nach wenigen Minuten möchte man die Brille nur noch absetzen.
Doch damit nicht genug. Während die 3D Revelator auch nach langen Spielsessions noch fest an ihrem Platz sitzt – dort wo man sie bei Spielbeginn aufsetzte, rutscht die VR100G gnadenlos Richtung Nasenspitze. Ob das nun am hohen Gewicht oder an den einfach lächerlichen Bügeln liegt, ist im Prinzip egal – beides kann man nicht ändern.
Dass das Kabel viel zu kurz ist, wenn der Rechner unter dem Tisch steht, wundert da kaum noch.

Es gibt jedoch auch eine Sache, die man durchaus als positiv ansehen kann: Die VR100G schränkt das Sichtfeld ein klein wenig ein, so dass man sich besser auf den Monitor konzentrieren kann. Wenn diese Konzentration aber andauernd dadurch gestört wird, dass man die schmerzlich auf der Nase liegende Brille alle 5min nach oben schieben muss, nützt sie wenig.

Alles in allem macht die VR100G Shutterbrille den Eindruck eines mal eben im Vorbeigehen entworfenen Billigproduktes, das ebenso schnell und billig produziert wie entworfen wurde. Wenn es denn unbedingt eine 3D-Brille sein soll, dann doch bitte schön die Infrarot-Version der 3D Revelator. Diese gibt es mittlerweile schon für unter 50DM. Aber auch bei dieser gilt: Solange der Monitor nicht mindestens 120Hz ermöglicht, flimmert das Bild.

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