Crytek erneut in den Schlagzeilen

Angeblich Entlassung von 100 Mitarbeitern

Nach den Gerüchten um eine mögliche Insolvenz des deutschen Entwicklers Crytek („Crysis 3“) und einem raschen Dementi des Studios halten die Hiobsbotschaften weiter an: So soll Crytek neuen Meldungen zufolge seit März 2014 bereits über 100 Mitarbeiter entlassen bzw. verloren haben, da man Probleme habe seine Belegschaft zu entlohnen. Die sollen Ex-Mitarbeiter des Entwicklers bestätigt haben. Zudem soll Crytek mehrere Spiele eingestampft haben – darunter auch eine fest geplante Fortsetzung des Launchtitels für die Xbox One „Ryse: Son of Rome“. Intern krache es aktuell beim deutschen Entwickler gewaltig.

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So berichten die ehemaligen Mitarbeiter laut Kotaku von angespannten Arbeitsbedingungen, fehlender Kommunikation und dem Abgang wichtiger Manager in sowohl Deutschland als auch der Niederlassung in England. Insgesamt hätten, wie bereits erwähnt, über 100 Mitarbeiter Crytek verlassen – einige aus freien Stücken und andere durch Entlassungen. Eines der zentralen Probleme sei, dass Crytek und Microsoft sich bezüglich der Marke „Ryse“ zerstritten hätten. So wollte wohl jeder die Rechte an dem Franchise halten, was zum Bruch führte. Entsprechend stellte Microsoft auch die Zahlungen an Crytek ein.

Mitarbeiter erklären zudem anonymen, dass Crytek seine Stärken verloren habe: Jene lägen in Core-Games mit hervorragender Technik. Stattdessen habe Crytek aber versucht zu spät auf den Free-to-Play-Zug aufzuspringen und hechele nun jedem Trend hinterher.

Laut Kotaku stecke Crytek weiterhin trotz aller Dementis in tiefen finanziellen Schwierigkeiten. Teilweise sollen Mitarbeiter gar keine Löhne mehr erhalten. Das Management spreche zwar von Finanzspritzen, zu merken sei davon intern aber nichts.

Quelle: Kotaku

André Westphal

Redakteur

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