Crucial BX300 480GB im Test - Seite 10

Einsteiger-SSD mit 3D-NAND und SLC-Cache

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Fazit

Die Performance der Crucial BX300 ist ansprechend und die SSD liegt quasi gleichauf mit der MX300. Sowohl beim Lesen als auch beim Schreiben hat uns die BX300 positiv überrauscht. Leider können wir keinen direkten Vergleich zur BX200 ziehen, aber das ist auch gar nicht notwendig. Diese ist deutlich langsamer als die BX100, welche ihrerseits wiederrum langsamer als die neue BX300 ist. Damit hat Crucial das Versprechen gehalten, dass die BX300 wieder deutlich mehr Geschwindigkeit bieten soll.

Crucial BX300

Crucial BX300

Positiv zu sehen ist die niedrige Leistungsaufnahme, wodurch die SSD geradezu als Aufrüstoption für ältere mobile Geräte mit HDD prädestiniert ist. Ebenfalls in diesem Zusammenhang sinnvoll ist die kostenlose Dreingabe von Acronis True Image HD zum leichten Klonen von Laufwerken. Leider unterstützt die BX300 keine Verschlüsselungsmethoden, was allerdings auf alle SSDs von Crucial BX-Serie zutrifft.

Der aktuelle Straßenpreis für das Modell mit 480 GByte liegt bei ca. 150 Euro. Die ersten Straßenpreise sind damit relativ günstig, aber nicht günstig genug. Für tendenziell etwas weniger ist bereits die etwas schnellere Crucial MX300 mit sogar 525 GByte erhältlich.

Alles in allem ist die Crucial BX300 eine gute Einsteiger-SSD, bei der das Preis-Leistungs-Verhältnis aktuell noch etwas ungünstig ist. Sollte sich das demnächst in Form von fallenden Preisen ändern, ist die Crucial BX300 auf jeden Fall eine Überlegung wert.

Modell Preis 120-128 GB Preis 240-256 GB Preis 480-525 GB
ADATA Premier SP580 ab 51 Euro ab 88 Euro
ADATA Premier SU700 ab 52 Euro ab 89 Euro ab 193 Euro
Crucial BX300 ab 60 Euro ab 90 Euro ab 150 Euro
Crucial MX300 ab 90 Euro ab 145 Euro
Intel SSD 540s ab 69 Euro ab 95 Euro ab 172 Euro
Samsung SSD 850 EVO ab 91 Euro ab 156 Euro
SanDisk Plus ab 62 Euro ab 81 Euro ab 137 Euro
Toshiba OCZ TL100 ab 58 Euro ab 85 Euro

Tobias Rieder

Arbeitet seit September 2008 als freier Redakteur für Hartware.net. Nebenbei betreibt er seine beiden Blogs Antary und SSDblog.

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4 Antworten

  1. Staubwedel sagt:

    Was mir fehlt ist ein Test mit wirklichen Datenmengen. Das Problem der ganzen Pseudo-SLC-Cache-Dingern ist der starke Abfall der Schreibrate bei größeren Datenmengen. Da unterscheiden sich die SSDs teilweise sehr deutlich. Man denke an die BX200, die dann nicht mal 70MB/s schafft

  2. Staubwedel sagt:

    Danke dir 🙂

    Nur bin ich mir nicht ganz sicher ob man da einen ähnlichen Trick wie bei der Toshiba Q-Serie anwendet. Dort hat man alle NANDs im SLC-Modus beschrieben, wenn alle ersten Bits voll waren hat man angefangen alle NANDs neu zu beschreiben um das 2. Bit auch zu nutzen. Da er dann die aktuell kommenden Daten schreiben muß und dazu jedes 1. Bit wieder auslesen und alles neu schreiben muß wurde es dann richtig langsam.
    Dann brach die Speed nach der Hälfte der Kapazität von über 450MB/s auf unter 100MB/s ein.

    Wenn Crucial da jetzt einen ähnlichen Trick einsetzt müßte man -weil es TLC ist- mindestens über 1/3 der Gesamtkapazität beschreiben um das rauszufinden

    • Nein keine Angst, das ist hier nicht der Fall. Crucial setzt hier auf einen festen SLC-Cache, d.h. es wird immer derselbe NAND im SLC-Modus betrieben. Aus diesem Grund fasst die SSD auch nur 480 GByte, da der NAND für den SLC-Modus von der normalen Kapazität wegfällt (neben dem Overprovisioning natürlich). Außerdem setzt Crucial bei der BX300 nicht auf TLC, sondern auf MLC-NAND 😉
      Abgesehen davon, wie oft schreibst du 100 GByte oder mehr am Stück?

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