Crucial BX300 480GB im Test - Seite 8

Einsteiger-SSD mit 3D-NAND und SLC-Cache

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Realtests

Um ein möglichst realistisches Ergebnis zu erzielen, kommt bei den Realtests kein frisch installiertes Betriebssystem zum Einsatz. Stattdessen wird ein vorher erstelltes Windows-8.1-Image auf die SSD gespielt. Das Betriebssystem ist mit diversen installierten Programmen ausgestattet.

 

Realtests
(in Sekunden – weniger ist besser)

Intel Core i5-4670K, ASUS H87-Pro, 8 GB DDR3-1600, GTX 660 Ti, Win 8.1 Pro x64

Kopiertest
eine Datei
(3,2 GB) (Sekunden)
Crucial MX300 750GB
Crucial BX300 480GB
Toshiba OCZ TR150 480GB
Samsung SSD 850 Pro 512GB
Samsung SSD 840 Pro 256GB
Plextor M6 PRO 256GB
Crucial MX200 512GB
Crucial MX100 512GB
Crucial BX100 500GB
OCZ ARC 100 240GB
Corsair Force LX 256GB
11.0
12.0
12.0
13.0
13.5
14.0
14.0
14.0
14.0
15.5
18.0
Kopiertest
8.000 Dateien
(1 GB) (Sekunden)
Samsung SSD 840 Pro 256GB
Samsung SSD 850 Pro 512GB
Corsair Force LX 256GB
Crucial MX200 512GB
Crucial MX100 512GB
Plextor M6 PRO 256GB
Crucial BX300 480GB
OCZ ARC 100 240GB
Crucial MX300 750GB
Crucial BX100 500GB
Toshiba OCZ TR150 480GB
31.5
32.0
34.0
34.5
34.5
35.0
35.0
35.5
36.0
36.0
36.5
Windows 8.1
Image
(3,67 GB)
entpacken (Sekunden)
Crucial MX300 750GB
Samsung SSD 850 Pro 512GB
Toshiba OCZ TR150 480GB
Crucial MX100 512GB
Crucial BX300 480GB
Crucial MX200 512GB
Crucial BX100 500GB
Samsung SSD 840 Pro 256GB
Corsair Force LX 256GB
Plextor M6 PRO 256GB
OCZ ARC 100 240GB
27.1
28.3
28.6
28.7
29.2
29.7
29.8
30.0
31.0
31.2
34.0

 

Bei großen Dateioperationen schneidet die BX300 durch den Pseudo-SLC-Cache gut ab. Das Kopieren einer 3,2 GByte großen Datei ist nach 12 Sekunden erledigt und das Entpacken des Windows-8.1-Images ist mit rund 29 Sekunden auch sehr flott.
Beim Kopieren von kleinen Dateien benötigt die BX300 ca. 35 Sekunden, was ebenfalls ein guter Wert ist.

Viele SSDs sind auf den SLC-Cache angewiesen und wenn dieser voll ist bricht die Schreibrate stark ein. Ein äußerst negatives Beispiel ist die Crucial BX200, bei der die Schreibrate nach dem Cache sogar unter 100 MByte/s fällt.

Bei der Crucial BX300 ist dies nicht der Fall. Das Kopieren von 44 GByte im Windows Explorer zeigt eine nahezu konstant hohe Geschwindigkeit mit kleinen Schwächephasen, die aber nicht dramatisch sind. In einem zweiten Test werden mit Hilfe von DiskBench 48 GByte auf die BX300 geschrieben. Während dem Schreiben sind keine Einbrüche wie im ersten Test zu erkennen. Die Daten werden durchschnittlich mit 467 MByte/s geschrieben.

 

Windows Defender
(in Sekunden – weniger ist besser)

Intel Core i5-4670K, ASUS H87-Pro, 8 GB DDR3-1600, GTX 660 Ti, Win 8.1 Pro x64

Dauer

(Sekunden)

Samsung SSD 850 Pro 512GB
Plextor M6 PRO 256GB
Samsung SSD 840 Pro 256GB
Crucial MX200 512GB
Crucial MX100 512GB
Crucial MX300 750GB
Crucial BX300 480GB
OCZ ARC 100 240GB
Corsair Force LX 256GB
Crucial BX100 500GB
Toshiba OCZ TR150 480GB
455
455
458
458
459
460
462
462
464
466
484

 

Das Scannen der gesamten Betriebssystempartition dauert mit der BX300 7 Minuten und 42 Sekunden. Damit liegt die SSD im Mittelfeld.

Die Bootzeit wird vom Ende des Mainboard-POST bis zum vollständigen Laden aller Autostart-Programme gemessen. Insgesamt werden mehrere Testläufe unternommen, um Messungenauigkeiten entgegenzuwirken. Die Fast-Boot-Option von Windows 8.1 ist dabei deaktiviert.

 

Windows 8.1 Boot
(in Sekunden – weniger ist besser)

Intel Core i5-4670K, ASUS H87-Pro, 8 GB DDR3-1600, GTX 660 Ti, Win 8.1 Pro x64

Dauer

(Sekunden)

Samsung SSD 850 Pro 512GB
Samsung SSD 840 Pro 256GB
Plextor M6 PRO 256GB
OCZ ARC 100 240GB
Corsair Force LX 256GB
Crucial MX300 750GB
Toshiba OCZ TR150 480GB
Crucial MX200 512GB
Crucial BX300 480GB
Crucial BX100 500GB
Crucial MX100 512GB
20.7
20.8
20.9
20.9
21.0
21.1
21.1
21.1
21.2
21.2
21.2

 

Der Bootvorgang von Windows 8.1 dauert mit der BX300 durchschnittlich 21,2 Sekunden. Damit liegt die SSD am Ende des Testfelds. Insgesamt gesehen sind die Unterschiede jedoch nur marginal, da alle modernen SSDs eine sehr gute Startzeit bieten.

Bei den Anwendungsstarts wird auf Programme gesetzt, die von Haus aus relativ lange zum Starten benötigen. Im ersten Test wird Photoshop CS 6 direkt mit einer 14 MByte großen Datei geöffnet. Im zweiten Test werden die vier Programme Photoshop CS 6, Paint.NET, Firefox und Word 2010 per Skript zeitgleich gestartet.

 

Anwendungsstarts
(in Sekunden – weniger ist besser)

Intel Core i5-4670K, ASUS H87-Pro, 8 GB DDR3-1600, GTX 660 Ti, Win 8.1 Pro x64

Photoshop
+ Bild (14 MB)(Sekunden)
Samsung SSD 850 Pro 512GB
Samsung SSD 840 Pro 256GB
Crucial MX300 750GB
Toshiba OCZ TR150 480GB
Crucial MX200 512GB
Crucial MX100 512GB
Crucial BX300 480GB
Plextor M6 PRO 256GB
Crucial BX100 500GB
Corsair Force LX 256GB
OCZ ARC 100 240GB
3.30
3.35
3.40
3.40
3.40
3.40
3.60
3.60
3.60
3.60
4.20
Photoshop
+ Paint.NET
+ Firefox
+ Word(Sekunden)
Samsung SSD 850 Pro 512GB
Samsung SSD 840 Pro 256GB
Crucial MX200 512GB
Crucial BX300 480GB
Crucial BX100 500GB
Crucial MX100 512GB
Crucial MX300 750GB
Toshiba OCZ TR150 480GB
Corsair Force LX 256GB
Plextor M6 PRO 256GB
OCZ ARC 100 240GB
3.60
3.80
3.80
3.90
3.90
4.00
4.10
4.20
4.20
4.30
4.60

 

Die Performance der BX300 bei den Anwendungsstarts ist gut. Während der Testreihen sind keine Auffälligkeiten aufgetreten.
Wie in den anderen Realtests (z.B. Bootzeit) gilt auch hier, dass die Unterschiede zwischen den SSDs im Alltag kaum bemerkbar sind.

Tobias Rieder

Arbeitet seit September 2008 als freier Redakteur für Hartware.net. Nebenbei betreibt er seine beiden Blogs Antary und SSDblog.

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10 Antworten

  1. Staubwedel sagt:

    Was mir fehlt ist ein Test mit wirklichen Datenmengen. Das Problem der ganzen Pseudo-SLC-Cache-Dingern ist der starke Abfall der Schreibrate bei größeren Datenmengen. Da unterscheiden sich die SSDs teilweise sehr deutlich. Man denke an die BX200, die dann nicht mal 70MB/s schafft

  2. Staubwedel sagt:

    Danke dir 🙂

    Nur bin ich mir nicht ganz sicher ob man da einen ähnlichen Trick wie bei der Toshiba Q-Serie anwendet. Dort hat man alle NANDs im SLC-Modus beschrieben, wenn alle ersten Bits voll waren hat man angefangen alle NANDs neu zu beschreiben um das 2. Bit auch zu nutzen. Da er dann die aktuell kommenden Daten schreiben muß und dazu jedes 1. Bit wieder auslesen und alles neu schreiben muß wurde es dann richtig langsam.
    Dann brach die Speed nach der Hälfte der Kapazität von über 450MB/s auf unter 100MB/s ein.

    Wenn Crucial da jetzt einen ähnlichen Trick einsetzt müßte man -weil es TLC ist- mindestens über 1/3 der Gesamtkapazität beschreiben um das rauszufinden

    • Nein keine Angst, das ist hier nicht der Fall. Crucial setzt hier auf einen festen SLC-Cache, d.h. es wird immer derselbe NAND im SLC-Modus betrieben. Aus diesem Grund fasst die SSD auch nur 480 GByte, da der NAND für den SLC-Modus von der normalen Kapazität wegfällt (neben dem Overprovisioning natürlich). Außerdem setzt Crucial bei der BX300 nicht auf TLC, sondern auf MLC-NAND 😉
      Abgesehen davon, wie oft schreibst du 100 GByte oder mehr am Stück?

  3. Staubwedel sagt:

    Ah, Thanks, 3D-MLC? Irgendwie bin ich gewohnt das neuerdings bei den SATA-SSDs nur noch TLC kommen.

    Ich hoffe mal, die Verfügbarkeit wird besser, die 480GB habe ich nur bei Ebay für ca. 211€ gefunden.

    Das ich höhere Datenmengen schreiben kommt zwar nicht ständig vor, aber auch nicht selten. Wenn ich z.B. die Aufnahmen meiner DVB-S(2)-Receiver zur Bearbeitung auf meinem PC über USB3.0 rüberziehe bin ich bei Datenmengen derzeit bei über 300GB, Datenrate so 270MB/s. Damit werde ich schon von manchen TLC-SSDs ausgebremst, z.B. von meiner 960GB Sandisk Ultra II. Eine BX200 kam nicht in Frage weil die nach wenigen GB schon auf knapp 70MB/s runterkracht. Meine erste SSD war die M4 128GB die immerhin über 130MB/s geschafft hat. Wie bei den USB-Sticks finde ich es halt blöd wenn die Kapazität zunimmt aber die Schreibrate kleiner wird. Ich kaufe mir große Kapazitäten schließlich nicht um weniger Daten zu speichern 😉

    • Das stimmt natürlich, aber da hast du bei der BX300 keine Probleme. Schade ist nur, dass es keine 1-TB-Variante gibt.

      Ja die Verfügbarkeit ist wirklich sehr schlecht aktuell. Kann mir nicht vorstellen, woran das liegt. Bei Amazon ist die BX300 mit 480 GB für 158 Euro erhältlich.

  4. Staubwedel sagt:

    Nachtrag: Findet man auch bei Amazon, aber bei Geizhals.de steht nur der eine Ebay-Anbieter

  5. Staubwedel sagt:

    Mal abwarten, nicht mal mein Stammshop hat die derzeit, Alternate auch nicht. Ob noch eine Micron-Version hierher geschippert wird?

    So langsam nervt mich Crucials Namensschema immer mehr, die MX300 die für mich eher eine BX300 wäre und umgekehrt, was soll der Mist? Ist fast so schlimm wie Samsungs MZ7LN512HMJP-00000 oder Toshibas HDTS848EZSTA

  6. Peter Klüver sagt:

    Die Bezeichnung der SSD ist mir völlig egal. Mir kommt es auf die inneren Werte an. Und die sind nun einmal recht gut. Für den Preis der BX300 bekomme ich das fast Doppelte, verglichen mit der Samsung 850 EVO Serie.
    Übrigens kann man die SSD direct auf der deutschen Seite von Crucial für z.Z. 147 Euro bestellen. Und wer den Newsletter aboniert erhält noch 5 Prozent Rabatt.

  7. Staubwedel sagt:

    Was meinst du mit „fast das doppelte“? Die Evo 500GB gibts ab knapp 152€, bietet 20GB mehr als die Crucial und ist wirklich schnell, bei mir schon Jahre im Einsatz. Und ich bin beileibe kein Samsung-Fan, aber meine „neueren“ Crucial wie die M500 haben schon Probleme gemacht, wurden plötzlich langsam und der Raw Read Error Wert ging hoch, die MX300 hat schon beim ersten Beschreiben Daten verschossen.

    Auch beim dauertest der c´t sind die beiden BX200 als erste ausgefallen, selbst die Billig-Samsung 750 hielt hielt über das 4x an Schreibvolumen durch als die bessere BX200 und über 6x so viel als die schlechtere BX200. Von der deutlich höheren Schreibgeschwindigkeit der Samsung 750 ganz zu schweigen.

    Ob ich deshalb das gleiche für eine Crucial derzeit bezahlen würde lasse ich mal offen, nur meine beiden alten M4 sind für mich überzeugend.

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