Xiaomi Mi 8 im Test: Das vielleicht beste Flaggschiff aus China - Seite 4

Smartphone mit Qualcomm Snapdragon 845 demonstriert viele Stärken

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Display und Kamera

Das Xiaomi Mi 8 nutzt im Gegensatz zum Vorgängermodell Mi6 oder auch dem Mi Mix 2S ein AMOLED- und kein IPS-Display. Die Auflösung von 2248×1080 Bildpunkten weicht, vor allem aufgrund des Notch an der Oberseite, aber nur geringfügig von den Geschwistern ab. Als Format kommen 18,7:9 heraus. Dabei erreicht der Bildschirm mit HDR-Unterstützung eine für ein OLED-Display beachtliche Helligkeit von über 600 Nits. Dank OLED-Technik sind aber auch unendliche Kontraste und sattes Schwarz das Resultat.

Xiaomi setzt ab Werk in den Standardeinstellungen des Bildschirms auf eine satte, aber lange nicht so überdrehte Farbdarstellung wie etwa bei den Modellen von Samsung. Die Blickwinkelstabilität ist ebenfalls ausgezeichnet. Dank der für ein OLED-Display hohen Helligkeit ist auch die Lesbarkeit im Freien bzw. bei direkter Sonneneinstrahlung deutlich besser, als man es hätte erwarten können.
Im Gesamtergebnis hat man beim Xiaomi Mi 8 also einen Bildschirm vor sich, der in dieser Preisklasse fantastisch ist.

Xiaomi setzt beim Mi 8 auf eine zum Mi Mix 2S identische Dual-Hauptkamera. Als Basis dient also der Sony IMX363 Exmor RS Sensor. Die Bildqualität der Fotos ähnelt dann auch sehr jener des Xiaomi Mi Mix 2S. Man erreicht also doch ohne große Mühe schnell sehr ansehnliche Schnappschüsse. Allerdings sollte man mit dem AI-Modus vorsichtig sein: Jener treibt die Farben sozusagen bis ans Limit und sorgt für knallbunte Fotos, die nicht immer der Intention des Fotografen entsprechen könnten. Gerade in Kombination mit HDR erhält man deswegen zwar sehr kräftige, aber auch leicht unnatürliche Aufnahmen.

Das ist aber natürlich Meckern auf hohem Niveau, denn schließlich wird niemand gezwungen, den AI-Modus zu verwenden. Es lässt sich definitiv festhalten, dass das Xiaomi Mi 8 wirklich tolle Fotos aufnimmt und mit seiner Kamera nicht enttäuscht. Man erreicht zwar nicht die absolute Spitzenklasse, etwa wie das HTC U12+, ist aber überraschend nahe dran.

Auch bei Bokeh-Aufnahmen schlägt sich das Xiaomi Mi 8 wirklich gut und muss sich nicht vor der Konkurrenz verstecken. In der Summe liegt hier also eine Hauptkamera vor, mit der das Fotografieren wirklich Spaß macht.

Eine merkliche Verbesserung zur mauen 5-Megapixel-Frontkamera des Xiaomi Mi Mix 2S ist die 20-Megapixel-Variante des Mi 8. Hier ist auch kein lästiges Herumdrehen des Smartphones notwendig. Als Basis dient der Frontkamera der Samsung S5K3T1 Sensor. Auch die Frontkamera kann einen Portrait-Modus mit Tiefenunschärfe zuschalten, der ebenfalls in der Regel hervorragend funktioniert.

Beeindruckend ist – selten bei einem Smartphone – auch der Verschönerungsmodus. Jener wirkt auf niedrigen Stufen überraschend natürlich bzw. zumindest deutlich weniger künstlich als bei vielen Konkurrenten. Generell ist die Frontkamera wirklich toll und hebt das Xiaomi Mi 8 auch sehr deutlich vom in diesem Bereich enttäuschenden Mi Mix 2S ab.

André Westphal

Redakteur

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