GeForce GTX 1660 ab 225 Euro erhältlich

Neue Nvidia 'Turing' Gaming-Grafikkarten endlich offiziell mit allen Details

Nach vielen inoffiziellen Infos und Bildern sowie sogar einem Vorab-Benchmark haben Nvidia und seine Partner die neuen GeForce GTX 1660 Grafikkarten offiziell vorgestellt. Die durchgesickerten Spezifikationen haben sich dabei bestätigt und Hersteller wie Zotac, EVGA und MSI haben ihre eigenen GeForce GTX 1660 in unterschiedlichen Ausprägungen bereits in den Handel gebracht.

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Bekanntlich basiert die GeForce GTX 1660 auf dem gleichen, in 12-Nanometer-Technlogogie gefertigtem TU116 Grafikchip wie die im Februar eingeführte GeForce GTX 1660 Ti, besitzt aber lediglich 1408 statt 1536 CUDA-Kerne bzw. Shader-Einheiten. Auch die Textureinheiten sind von 96 auf 88 reduziert, allerdings bleibt es bei 48 ROP. Auch die 6 GByte Grafikspeicher an der 192-bit-Schnittstelle wurden übernommen, aber es kommt langsameres GDDR5 statt GDDR6 zum Einsatz. Damit sinkt die Speicherbandbreite deutlich von 288 auf nur noch 192 GByte/s.
Auf RT- und Tensor-Kerne für die RTX-Features wie die Beschleunigung von Echtzeit-Raytracing und DLSS muss man trotz ‚Turing‘ Grafikarchitektur natürlich weiterhin verzichten – GTX 1660 und GTX 1660 Ti sind lediglich auf Gaming ausgelegt. Wer mehr will, muss auf die GeForce RTX Serie zurückgreifen.

Nach Angaben von Nvidia ist die neue GeForce GTX 1660 (ohne Ti) in aktuellen Spielen rund 30 Prozent schneller als die GeForce GTX 1060 mit 3 GByte aus der ‚Pascal‘ Generation und bei FullHD-Auflösung (1080p) immerhin noch 15 % schneller als die GTX 1060 mit 6 GByte. Nvidia positioniert die GTX 1660 allerdings nicht gegen ihre direkten Vorgänger, obwohl diese schon mehr als zwei Jahre alt sind, sondern empfiehlt die GTX 1660 eher Besitzern einer inzwischen mehr als vier Jahre alten GeForce GTX 960 aus der ‚Maxwell‘ Generation, denn die neue GTX 1660 soll mehr als doppelt so schnell sein.

Es gibt unterschiedliche Varianten der GeForce GTX 1660 im Handel – mit mehr oder weniger leicht angehobenen Taktraten, aber alle kommen mit einem 8-Pin PCI Express Anschluss für die direkte Stromversorgung vom Netzteil für bis zu 225 Watt. Das lässt viel Übertaktungsspielraum, denn eigentlich ist die GTX 1660 wie die Ti-Version für einen maximalen Stromverbrauch von nur 120 Watt bei typischer Nutzung ausgelegt. Ein einzelner 6-Pin PCIe Stromanschluss für maximal 150 Watt war Nvidia wohl zu wenig für die GTX 1660, selbst bei nicht ab Werk übertakteten Modellen.

Laut Nvidia sind die GeForce GTX 1660 Grafikkarten ab 225 Euro erhältlich und ein Blick in die Online-Shops bestätigt dies. 225 scheint der günstigste Preis momentan zu sein, aber für etliche ab Werk übertaktete GTX 1660 muss man natürlich mehr bezahlen. Die Preise gehen teilweise über 300 Euro. Allerdings ist das dann nur noch wenig sinnvoll, denn manche GeForce RTX 2060 gibt es schon für weniger als 350 Euro – ganz zu schweigen von der etwas schnelleren GeForce GTX 1660 Ti, die auch schon für unter 270 Euro angeboten wird.

Quelle: Pressemitteilung

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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