Tesvor S4 im Test: Saugroboter mit LiDAR-Navigation zum aggressiven Preis - Seite 3

Neue App soll Fehler der Vergangenheit ausmerzen

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Praxistest

Der Tesvor S4 spricht mit der gleichen eher unangenehmen Stimme, welche auch schon der S6 Turbo für seine Sprachausgabe nutzte.

Hier wollten die Chinesen wohl wenig Geld investieren, denn die Sprachausgabe klingt so, als habe man jemandem in den Keller geschickt, um im Alleingang ein paar Phrasen aufzuzeichnen. In der App lässt sich die Sprachausgabe aber auf eine Frauenstimme – mit leichtem ostdeutschen Akzent – umstellen. Auch jene klingt allerdings für unsere Ohren wenig angenehm.

Kein Fortschritt in diesem Bezug, dafür ist die Tesvor-App deutlich benutzerfreundlicher als die vorherige WeBack-Anwendung. Übersetzungsfehler, die für Verständnisprobleme sorgen, verbleiben allerdings. Hinter „Rahmen“ etwa verbergen sich erweiterte Einstellungen. Auch andere Menüpunkte wie „Auf der Suche nach Maschinen“ oder „Schalter stören“ sorgen wahlweise für Schmunzler oder fragende Gesicht. Hier schleichen sich dann gar plötzlich russische Texte ein.
Somit kann man Tesvor einerseits zwar eine deutlich verbesserte App bescheinigen, andererseits bleibt auch die neue Anwendung noch verbesserungswürdig. Sie ist somit im aktuellen Status nur der erste Schritt auf einem langen Weg.

Anders steht es um die Saugergebnisse, denn jene sind exzellent. Wir stellten fest, dass der Tesvor S4 dabei so nahe wie möglich an Wandränder heranfährt und sich leicht zur Seite dreht, damit die Seitenbürsten auch dort möglichst viel Schmutz in seinen Rachen wirbeln. Davon haben die Saugergebnisse stark profitiert.
Nachteil: Der S4 stößt mehr Möbel und Ränder leicht an, wodurch er durchaus schneller an den Bumpern verschmutzt. Beschädigt oder verschoben wurde in unserem Test aber nichts.

Auch die Erstellung der Raumkarten geht dank Laser-Navigation überaus flott und präzise vonstatten. Da sich fünf Karten speichern lassen, ist auch die Etagenreinigung möglich.
Die Lautstärke des Tesvor S4 ist angenehm. Es entsteht glücklicherweise auch kein hochfrequentes Pfeifen, wie es bei einigen Konkurrenten in dieser Preisklasse der Fall ist. Auch wenn der Hersteller mit der geringen Geräuschkulisse wirbt, ist der Saugroboter aber dennoch zu laut, um im selben Raum konzentriertem Arbeiten nachzugehen.

Positiv: Verzweifelten im Test schon viele Saugroboter an Badezimmerteppichen, kam der Tesvor S4 in unserem Fall ohne Murren bzw. Steckenzubleiben im Test-Haushalt damit klar. Das hat uns positiv überrascht. Auch wenn wir an der App noch viel zu bemängeln haben, gilt das definitiv nicht für den Saugbetrieb. Hier ist der Tesvor S4 wirklich ein echter Preis-Leistungs-Kracher.

André Westphal

Redakteur

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