Grafikkühler: Thermaltake, Apack, Thermalright - Seite 4

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Apack Zerotherm GX/T-810 – Fortsetzung

Überrascht waren wir über den Lieferumfang. Mit relativ geringem Zubehörumfang ist dieser VGA-Kühler innerhalb kürzester Zeit an unterschiedliche Kartenlayouts anzupassen und kinderleicht zu montieren. Eine gewisse Begeisterung darüber ist nicht zu verheimlichen und machte das Heatpipe-Vollkupfermodell umso sympathischer. Das Herz-förmige Design wird getragen von einer überlangen 6mm Heatpipe, die zu 75% umspannt ist von unzähligen, kreisförmig angeordneten Kupfer-Lamellen.

Gerade noch zu bestücken: der zweite PCI-Slot



Killer Performance, aber nur wenn es noch keinen Thermalright gäbe

Daraus ergibt sich eine enorme Kühloberfläche, welche wir allerdings nicht zu berechnen vermochten. Letztendlich zählt immer die tatsächliche Leistung und nicht irgendein berechnetes Zahlenwerk. Der Schaufelrad-ähnliche Lüfter ist mit einem Tachosignalkabel sowie zwei roten LEDs bestückt und mit einer transparenten, Orange-farbigen Abschirmung zum Kühlcore hin versehen. Dadurch wird der Luftstrom gezielt zu den Lamellen befördert. Der Lüfter dreht maximal mit 990 Upm und kann bereits im 12V-Betrieb als angenehmer Zeitgenosse gelten.

Sehr gut: Ausleger für unterschiedliche VGA-Layouts



Kinderleichte Montage und sehr gute Kompatibilität

Zum Test erfolgte die Drosselung auf ca. 700 Upm und das ist weitgehend unhörbar. Zu beachten ist, dass ein 5V-Betrieb zwar möglich, wenngleich aber nicht nötig ist. Die Startspannung liegt bei ca. 7V und bietet bereits in dieser Einstellung ein reales Ultra-Silent Betriebsgeräusch.

Zwei-Punkt Diagonal-Verbund Montage



Gerändelte Schrauben zur Montage ohne Werkzeuge

Im Zubehörumfang sind neben den wenigen und einfach zu handhabenden Befestigungsmaterialien, Wärmeleitpaste und Grünmetallic- farbige, selbstklebende RAM-Shims beinhaltet. Werkzeug wird zur Montage keines benötigt. Leider fehlten je zwei Rändelmuttern und Haltestifte des regulären Zubehörumfangs. Jedoch war mittels 2-Punkt Diagonalverbindung eine einwandfreie Montage auch auf Vierloch-Kartenlayouts ohne Nachteile möglich.
In Sachen Kompatibilität ist auch beim GX810 Modell der Verlust eines PCI-Steckplatzes zu bemerken, was allerdings mittlerweile eine Standarderscheinung ist. Bei Serienkühlern kann es zudem ggf. auch der Verlust von zwei Slots sein.

Beilagen: selbstklebende RAM-Shims – leider fehlten je 2 Stifte und Muttern



Federn.unterstützte Schrauben, variabel verschraubbare Haltestifte

Fazit
Gäbe es im VGA-Bereich nicht schon einen Ultra-Silent „Killer Kühler“ vom Schlage des Thermalright HR-03, dann wäre die werbewirksame Bezeichnung „Killer Performance“ sicherlich treffend für den GX810 VGA-Kühler gewählt. Letztendlich überzeugt der Apack Kandidat bei identischem Ultra-Silent Setup mit der zweitbesten Kühlleistung und liegt in etwa auf Kühlleistungsniveau der Modelle von Zalman und Arctic Cooling, in Verbindung mit einer als weitgehend unhörbar zu bezeichnenden Geräuschkulisse. Das thermogeregelte GXT810 Modell setzte dem Ganzen noch die Krone auf und war unter Last bei Silent-tauglichen 1500 Upm nochmals deutlich leistungsstärker. Geradeeinmal 3 Kelvin trennten diesen vom Thermalright Kandidaten, allerdings im Gegensatz dazu mit vernehmbarer Geräuschkulisse. Bestechend ist die einfache Montage und die Kompatibilität sowie eine erstklassige Verarbeitung, nebst alles umfassenden Zubehör. Das abschließende Urteil für beide Varianten: sehr empfehlenswert!

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