Ley Exklusiv Netzteil vs. Cooltek True Power - Seite 2

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Messmethode und Ausstattung von Silent-Netzteilen

Vereinzelt gibt es Kritik zu den von uns angewandten Messmethoden. Hierzu ist festzuhalten, dass die als ungenau bezeichneten Auslesetools wie z.B. der Mainboardmonitor MBM angeblich ungenaue, nicht verwertbare Werte liefern. Dem können und wollen wir nicht grundsätzlich widersprechen. Selbstverständlich kontrollieren wir die Werte sporadisch auch mittels Multimeter nach, so dass die Ergebnisse zwar nicht gerade als 100% genau zu bezeichnen sind, aber so auch ein Multimeter hat seine Messtoleranzen. Zudem ist immer die Frage: wo nimmt man die angelegte Spannung denn nun tatsächlich ab, um alle relevanten, mit einbezogenen Komponenten zu berücksichtigen? Wir sind der Meinung, für praxisorientierte Tests am Ende der Kette und das ermöglichen die Auslesetools immer noch am Besten.
Da wir jeweils eine identische, praxisorientierte Plattform verwenden und akribisch auf die gleichen Umgebungsvariablen achten, sind die Ergebnisse der einzelnen Kandidaten im Verhältnis untereinander absolut als korrekt zu bezeichnen. So genau sind die Tools allemal, um die Unterschiede der einzelnen Kandidaten zueinander aufzuzeigen. Bestätigt wurde dies insbesondere auch bei Messungen von Netzteil-Kandidaten, welche den Systembetrieb nicht stabil aufrechterhalten konnten und mit entsprechenden Werten unterhalb der geforderten ATX-Norm aufwarten. Dies wurde von den Tools korrekt ermittelt.
Ansonsten verweisen wir an dieser Stelle zusätzlich auf das Kapitel “Harmonie von Mainboard, CPU, Netzteil“.


Wieviele Lüfter bei einem Silent-Netzteil?

Nach unseren Erfahrungen empfehlen wir bei Verwendung eines Silent-Netzteils in einem Silent-System grundsätzlich mindestens – im Falle der Single-Fan Bauweise – zusätzlich einen absaugenden Gehäuselüfter.
Zieht man die AMD/Intel-Spezifikationen heran, wäre ein Silent-Netzteil mit mindestens 2 Netzteillüftern optimal. In diesem Fall kann – je nach Tower-Layout – in der Regel auf den zusätzlichen Gehäuselüfter verzichtet werden und die Abfuhr von Eigen- und Systemabwärme ist als ausreichend gewährleistet.
Bei sehr gut durchlüfteten Gehäusen – à la Chieftec CS-601 – kann auf Gehäuselüfter je nach Art und Aufbau des Silent-Netzteils zu dem weitgehend verzichtet werden.

Als Ansatz hierfür nehmen wir die AMD/Intel-Spezifikationen. Diese sagen zusammenfassend aus, dass ein Netzteil neben der Eigenabwärme auch das System entsprechend entlüften soll und die Systemtemperatur bei max. 40°C liegen darf.

Beispiel AMD

AMD-Spezifikationen

Wie dem Bild zu entnehmen ist, wird sowohl ein zusätzlicher rückseitiger Gehäuselüfter als auch ein ansaugender Netzteil-Lüfter im Bodeneinlass vorgeschrieben. D.h. eine aktive und nicht passive ansaugende Belüftung unterhalb des Netzteils.
Da in diesem Bereich in der Regel der CPU-Kühler installiert ist, ein logisch nachvollziehbarer Aufbau zur Vermeidung von Fremd-Wärmestaus.

Passive vs. aktive Bauweise

Werden die Spezifikationen eingehalten, also mindestens ein zusätzlicher, absaugender Gehäuselüfter installiert, erzielt beispielsweise das als passiv eingestufte Engelking Netzteil sehr ordentliche Leistungen bei sehr angenehmer, weil geringer Geräuschentfaltung und kann für den betuchteren Anwender ruhigen Gewissens empfohlen werden.
Interessant ist, dass das Engelking Netzteil im ersten Test der Zeitschrift c’t weniger gut wegkam. Beim zweiten Test, in Verbindung mit einem absaugendem Gehäuselüfter – also der AMD/Intel-Spezifikationen entsprechend – erzielte es dagegen positive Testergebnisse. Ein Umstand, der uns im Ursprung schon bei unserem ersten Netzteil-Special bekannt war…

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