AMD 780G vs. nForce 780a SLI - Seite 5

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ASUS – Lieferumfang und Features

Preis

ca. 170 Euro

Hersteller

ASUS

Zubehör

1x IDE-Kabel, 1x Floppykabel, 6x SATA Kabel, 1x SATA-Stromadapter, ATX-Blende, SLI-Brücke, Triple-SLI-Brücke, Zusatzlüfter, Speicherkühler, Q-Connector, FireWire/USB-Blende, HDMI-DVI-Adapter, Handbücher, Treiber-CD

Software

Treiber(win32/win64), Handbuch, Acrobat Reader, div. ASUS- und Multimedia-Tools, Antivirus, WinDVD8 Trial


Alles dabei, sogar ein HDMI auf DVI-Adapter

Die Box des ASUS M3N-HT Deluxe Boards ist in Grün gehalten und bedient sich der bereits bekannten ASUS-Designs. Der Deckel ist aufklappbar, um mehr Werbefläche für die umfangreichen Features der Platine zu schaffen.



Der Karton im bekannten ASUS-Look ist wie immer randvoll.

Features
Auch der Nvidia 780a SLI Chipsatz kommt mit einer integrierten Grafiklösung daher, dient also durchaus auch als Basis für einen High-End Multimedia-PC ohne eigenständige Grafikkarte. Das Board kommt mit allen aktuellen AMD Phenom/Phenom FX/Athlon oder Sempron-CPUs zurecht. Der 780a-Chip unterscheidet sich vom kleineren 750a durch die eigenständige Southbridge, so kann die Northbridge des 780a SLI mit ganzen drei PCI Express x16 Grafikkarten umgehen, auf Wunsch auch im Triple-SLI-Modus. Allein aus Platzgründen bietet das ASUS-Board außerdem nur noch zwei PCI-Slots und einen PCIe x1 Steckplatz.
Der 780a SLI bietet Support für Dual-Channel DDR2 bis hin zu 1066 MHz und maximal 8 GB.

Sowohl Chipsatz als auch Board bringen einiges an neuen Features mit, auf Hybrid Power werden wir gesondert eingehen. Neu ist eine Technik, die ASUS „ExpressGate“ tauft. Hierbei handelt es sich um einen kleinen Onboard-Chip mit vorinstalliertem Linux, von dem auf Tastendruck in wenigen Sekunden gebootet werden kann. Vordefinierte Anwendungen erlauben z.B. das Skypen oder Surfen und Downloaden auf USB-Medien. Das Ganze wirkt noch recht spartanisch und läuft auch nur über einen LAN-Anschluss (WLAN-Sticks wurden nicht erkannt), aber die Idee ist durchaus interessant. Der noch vor dem BIOS-Screen auftauchende „Bootmanager“ ist im Intervall einstellbar und erlaubt per Maus oder Tastaturbedienung das Booten ins Linux-System, ins normale System oder das Betreten des BIOS-Setup.

Hybrid Power
Unter „Hybrid SLI“ fasst nVidia zwei neue Technologien zusammen, „Hybrid Power“ und „Geforce Boost“. Letzteres ist eine Technik, bei der im Zusammenspiel von Low-End Grafikkarten und Chipsatzgrafik bessere Leistungen erzielt werden sollen und von daher eher uninteressant. Hybrid Power verfolgt einen ganz anderen Ansatz, nämlich das komplette Abschalten der PCI Express Grafikkarte, wenn sie nicht benötigt wird um Strom zu sparen.

Um Hybrid Power nutzen zu können, müssen eine Reihe von Bedingungen erfüllt sein. Zunächst muss (derzeit noch) das Betriebssystem Windows Vista sein. Mainboard und Karte müssen die Technik unterstützen, was derzeit nur bei den neuen Boards der nForce 720/730/750/780 und Geforce 8100/8200/8300-Serien sowie den High-End Karten der 9800-Klasse möglich ist (9800 GTX/GTX2). Zudem müssen BIOS- und Treiberversion passen und im BIOS müssen diverse Einstellungen vorgenommen werden. Der Monitor wird hierbei an der Onboard-Grafik angeschlossen, also in diesem Fall über DVI oder HDMI.



Ist alles korrekt eingestellt, kann man über ein Systray-Icon bequem den Modus ändern

Wir haben mit Hilfe eines Strommessgerätes die Technik getestet: Im Idle-Betrieb unter unserem Vista 64bit Testsystem zog der PC (ohne Monitor und Peripherie) bei aktiviertem Hybrid Power und der Einstellung „boost performance“ 134 Watt aus der Steckdose (mit GeForce 9800 GTX). Über ein kleines Systray-Icon kann problemlos mit zwei Klicks zur Einstellung „save power“ gewechselt werden. Dann passiert folgendes: Im Vista-Gerätemanager wird die 9800 GTX deaktiviert, die Karte empfängt ein spezielles Signal, schaltet sich ab und überlässt die Darstellung komplett der Onboard-Grafik. Ein Blick aufs Messgerät bestätigt: 77 Watt, ganze 57 Watt Ersparnis. Das Ganze funktionierte im Test nicht immer zuverlässig, mal war die Karte nicht völlig abgeschaltet und einmal fror Vista komplett ein beim Umschalten. Dies kann aber durchaus auf die noch recht frischen BIOS- und Treiberversionen zurückzuführen sein. Der Ansatz gefällt auf jeden Fall sehr, da sich so der Gaming-Enthusiast beim normalen Arbeiten weniger Sorgen um den Stromverbrauch machen muss. Schade nur, dass diese Technik derzeit Vista und absoluten High-End Grafikkarten vorbehalten bleibt.

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